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EinsatzdrohneEinsatzdrohne Rotkreuz Hessen 12-79

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Rotkreuz Hessen 12-79: Allwettertaugliche Drohne zur Personensuche und als Mittel der Einsatzführung

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Unbemannte Flugsysteme UAS (Unmanned Aircraft System), umgangssprachlich Drohnen oder, wenn mehrere Propeller zum Einsatz kommen, auch Multicopter genannt, sind im privaten Bereich bereits so populär geworden, dass der Einsatz bereits gesetzlich reguliert wurde. Durch die Einsatzmöglichkeiten, die Drohnen bieten, ist es naheliegend, diese Technologie auch für die Arbeit von BOS-Organisationen wie Feuerwehr oder Rotes Kreuz zu nutzen. Hierzu gibt es bereits erste, unterschiedlich fortgeschrittene Aktivitäten im Bundesgebiet.

Neue Technologien

Zwei technologische Fortschritte in den letzten 12 Monaten eröffnen dabei völlig neue Möglichkeiten:

 

  • Üblicherweise sind UAS nur bei schönem Wetter einsetzbar, denn die ungeschützten (Antriebs-) Elektromotoren dürfen nicht bei Regen eingesetzt werden. Der Temperaturbereich war aufgrund der Akkutechnologie auf Temperaturen >10 Grad Celsius beschränkt. Neuartige, allwettertaugliche Multicopter in der Schutzart IP44 und mit beheizten Akkupaketen erlauben jetzt auch den Einsatz bei den üblichen Wettersituationen in unseren Breitengraden.
  • Seit wenigen Monaten sind flugfähige, hochauflösende Thermalkameras verfügbar, die im nahen Infrarotbereich die für die Personensuche notwendige Bild- und Thermalauflösung liefern und damit einsatztaugliche Bilder bereitstellen, sowie punktgenaue Temperaturmessung aus der Luft zulassen.

Modernste Technik zur Suche vermisster Personen bei Nacht und zur Übermittlung von Lagebildern bei größeren Schadenslagen

Der DRK-Kreisverband Kassel-Wolfhagen hat ein UAS-Projekt aufgelegt, welches beispielhaft für folgende Einsatzszenarien genutzt werden kann:

Szenario 1:

Bedarfsorientierte Unterstützung der bodengebundenen Personensuche durch die DRK-Rettungshundestaffel Kassel mit einer „fliegenden“ optischen Kamera (mit 30fach Zoom) sowie einer Wärmebildkamera (DJI Matrice 200 / DJI-FLIR XT2).

Szenario 2:

Unterstützung der rettungsdienstlichen Einsatzleitung bei MANV-Lagen sowie der Einsatzführung bei sanitäts- oder betreuungsdienstlichen Lagen mit einer „fliegenden“ Lagebildkamera (DJI Matrice 200 / Zenmuse Z30).

Das von der UAS-Kamera erstellte Bild oder Video kann, neben der lokalen Auswertung vor Ort über die Monitore, zusätzlich über einen geschützten Kanal per Live-Stream in Lagezentren, Stäben oder Einsatzleitwagen (ELW) übertragen werden.

Für das Einsatzmittel UAS wurde eine DRK-Drohnenstaffel gebildet und dem Fachdienst IuK des DRK-Kreisverbandes Kassel-Wolfhagen unterstellt.

Die Staffel besteht aus

  • einer Führungskraft (mindest. Gruppenführer KatS),
  • einer/einem Techniker/in (für das Internet-Streaming),
  • einem Kamera-Operator und
  • einer/einem UAS-Pilotin/-Piloten.

Die Staffel wird personell mehrfach besetzt und soll 30 Minuten nach Alarm ausrücken und kann tags, wie nachts eingesetzt werden. Wir sind daher ständig auf der Suche nach interessierten Personen, die ehrenamtlich in der Staffel mitarbeiten wollen. Die Gruppe trifft sich jeden 4. Mittwoch um 18:00 zum Üben im ELAN. 

Die DRK-Drohnenstaffel ist seit dem 1. September 2018 einsatzbereit. Um das UAs als Einsatzmittel einer großen Anzahl von Nutzern zur Verfügung zu stellen  wird die Drohnenstaffel von Beginn an auch für Einsätze (einschließlich Ausbildungen und Übungen) der DRK-Landesverstärkung Hessen bereitgestellt.