Wer übernimmt die Kosten für den Hausnotruf?
Die Kosten für ein Hausnotrufsystem können durch die Pflegekasse übernommen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass ein Pflegegrad vorliegt, Sie allein bzw. über weite Teile des Tages allein leben, aufgrund Ihres Krankheitszustandes jederzeit mit dem Eintritt einer Notsituation zu rechnen ist und ein handelsübliches Telefon nicht bedient werden kann, so dass ein Hilferuf nur mit einem Hausnotrufsystem absetzbar wäre.
Erfüllen Sie die Vorraussetzungen, übernimmt die Pflegekasse monatlich einen Betrag in Höhe von 27,00 €.
Das DRK unterstützt Sie gern bei der Antragstellung.
Wer braucht den Hausnotruf?
Was passiert, wenn ich den Notrufknopf nicht selbst drücken kann?
Für wen ist der Hausnotruf geeignet?
Gibt es auch eine Lösung für außerhalb der Wohnung?
Was sind die technischen Voraussetzungen?
Was muss ich bei einem IP-Telefonanschluss/ VOIP beachten?
Wie funktioniert der Hausnotruf?
Der mobile Funksender
Die Gehäuse der Sender sind wasserdicht, so dass mit ihnen problemlos geduscht oder gebadet werden kann. Eine ständige Überwachung der Batterien sichert die Funktionsbereitschaft des Geräts.
Getragen wird der mobile Funksender entweder mit einer Kette um den Hals oder mit einem Armband als Uhr.
Die Notrufauslösung und der Empfang des Rufes an der Basisstation, werden am Handsender optisch signalisiert.
Die Reichweite des Handsender beträgt auf freiem Feld ca. 200 Meter. In Gebäuden ist die Reichweite des Handsender abhängig von der Baustruktur. Daher führen unsere Techniker bei jeder Installation Reichweitentests und Probealarme durch, um die Funktion des Handsenders in Ihrem Zuhause sicherzustellen. Ist die Reichweite nicht ausreichend, können wir mit einem Funkverstärker die Reichweite erhöhen.
Besonders komfortabel: Sie sprechen nach Notrufauslösung einfach in den Raum. Die Freisprecheinrichtung erspart Ihnen den Weg zum Telefon. Die Rotkreuz-Hausnotrufzentrale meldet sich dann und spricht mit Ihnen über Ihre Notlage.
Was passiert bei einem Defekt am Hausnotrufgerät?
Die Zentrale überwacht auch die Funktionstüchtigkeit der Geräte. Unsere Hausnotrufgeräte senden einen regelmäßigen Kontrollruf an die Zentrale, bleibt dieser Ruf aus, setzen wir uns unmittelbar mit Ihnen in Verbindung. Das Kontrollrufintervall liegt bei klassischen Geräten bei einer Woche, bei den neuen IP-Hausntorufgeräten bei einem Tag. Sobald es eine Störung gibt oder der Akku, bzw. die Handsenderbatterie getauscht werden müssen, setzten wir uns mit Ihnen zwecks Terminvereinbarung in Verbindung. Den Termin nimmt dann einer unserer DRK-Hausnotruftechniker wahr. Bei akuten Störungen erhalten Sie von uns ganz unkompliziert und schnellstmöglich ein Ersatzgerät. Über unseren DRK-Bereitschaftsdienst stellen wir zusätzlich sicher, dass wir Ihnen selbst an Wochenenden und Feiertagen ein Ersatzgerät zur Verfügung stellen können.
Alle regulären Wartungen und der Austausch von den genannten Komponenten sind in der monatlichen Gebühr abgegolten und daher kostenfrei.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Ist ein Hausnotrugerät an einem Gerät angeschlossen, welches zum Aufbau der Telefonverbindung eine externe Stromversorgung benötigt (Internetrouter, Telefonanlage), empfehlen wir dringend ein Hausnotrufgerät mit einer zusätzlich eingebauten SIM-Karte, auf die das Gerät zurückgreift, wenn die reguläre Telefonleitung nicht funktioniert. Nur so ist bei einem Stromausfall eine größtmögliche Sicherheit gegeben.
Was leistet der DRK-Bereitschaftdienst?
Der DRK-Bereitschaftsdienst ist eine Dienstleistung, bei der die Mitarbeitenden vom DRK die Aufgaben von normalen Bezugspersonen (Angehörige, Nachbarn usw.) übernehmen. Ihr Aufgabenspektrum umfasst nicht-medizinische und nicht-pflegerische Notsiuationen. Übwerwiegend sind dies Hilfeleistungen nach einem Sturz ohne Verletzungen, die Überprüfung der Situation bei einer nicht gedrückten Tagestaste oder das Zubringen von Schlüsseln, z. B. für den Rettungsdienst.
Qualifikation unserer Mitarbeitenden: Unsere Mitarbeitenden im Bereitschaftsdienst durchlaufen verschiedene Aus- und Fortbildungsstufen, bis hin zum Rettungssanitäter.
Kapazitäten: Für unsere Kunde halten wir 24 Stunden am Tag, bis zu Mitarbeitende an verschiedenen Standorten vor. Im Jahr 2021 hat unser Bereitschaftsdienst insgesamt 1355 Einsätze absolviert.
Ausstattung: Den Mitarbeitenden im Bereitschaftsdienst wird ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, welches mit einem Notfallrucksack, Sauerstoff und einem AED (Defibrillator) ausgestattet ist. Weiterhin verfügen wir über Hebekissen zum schonenden aufrichtenden von gestürzten Personen.
Begriffserklärung Tagestaste und Schlüsselhinterlegung
Welche Leistungen steckt genau hinter der Schlüsselhinterlegung und der Tagestaste:
Schlüsselhinterlegung
Im Notfall sollte gewährleistet sein, dass die Helfer schnell zu Ihnen in die Wohnung gelangen. Daher ist die Schlüsselhinterlegung beim DRK eine sinnvolle Angelegenheit. In der Regel kann so gewährleistet werden, dass wir im Notfall schnell bei Ihnen sind. Die Schlüssel werden in einem Schlüsseltresor gelagert und nur mit einer Nummer versehen. Somit ist ein Missbrauch ausgeschlossen.
Noch schneller ist die Hilfe bei Ihnen, wenn Sie einen kleinen Schlüsseltresor nutzen, der bei Ihnen direkt zu Hause angebracht wird. Somit haben die Helfer im Notfall den schnellstmöglichen Zugriff auf Ihre Schlüssel und müssen ggf. nicht auf unseren Hintergrunddienst warten, der den Schlüssel mit einem PKW zubringt.
Unsere Fachberater stehen Ihnen gern für Rückfragen zur Schlüsselhinterlegung zur Verfügung.
Sicherheitsuhr (Tagestaste)
Bei der Sicherheitsuhr handelt es sich um eine sehr nützliche Zusatzfunktion, die gerade für alleinstehende Menschen oder für Menschen mit bestimmten Risikoerkrankungen gedacht ist. Sie betätigen nach Absprache ein- bis zweimal täglich am Gerät die sogenannte Tagestaste. Diese setzt dann im Gerät die Sicherheitsuhr auf den vorher eingestellten Zeitraum zurück. Dieser beträgt in der Regel 25 Stunden, kann aber auch individuell angepasst werden. Sollten Sie einmal nicht in der Lage sein, den Notruf zu betätigen oder die Tagestaste zu drücken, wird nach Ablauf der Sicherheitsuhr automatisch ein Notruf ausgelöst. Zubehör wie der Bewegungsmelder oder der intelligente Handsender können die Absicherung noch weiter optimieren, indem diese Systeme für Sie die Tagestastenmeldung übernehmen.
Wie bekomme ich individuelle Beratung?
Welche Informationen muss ich geben?
- Wer sind Ihre Familienangehörigen, Ihre wichtigsten Freunde und Nachbarn?
- Wer ist Ihr Hausarzt?
- Welche Hilfen nehmen Sie bereits in Anspruch?
- Haben Sie besondere Vorlieben, Wünsche und Gewohnheiten?
- Und welche Risiken, Einschränkungen und Erkrankungen?
Wie lang ist die Vertragslaufzeit?
Ist der Vertrag auf unbestimmte Dauer geschlossen, ist dieser von beiden Seiten zum Monatsende unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 4 Wochen kündbar.
Die Kündigung bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Textform
Beim Tod des Kunden, endet der Vertrag automatisch. Die Geräteausstattung mit Zubehör müssen dann bis zum Monatsende zurückgegeben werden.
Neben der schriftlichen Kündigung, akzeptieren wir ebenfalls die Kündigung durch die formlose Rückgabe der Geräteausstattung an uns. Wir beenden den Vertrag dann automatisch zum jeweiligen Monatsende.
Welche Zusatzleistungen gibt es?
Das DRK setzt wie bei den Hausnotrufgeräten und den Handsendern nur ausgereifte Technik und Geräte führender Hersteller ein, die optimal aufeinander abgestimmt sind. Fragen Sie unsere Fachberater nach den Möglichkeiten im Detail! Einzeln oder in Kombination können wir zum Beispiel folgende Zusatzfunktionen anbieten:
Wohlfühlanruf
Wir rufen Sie einmal täglich an und erkundigen uns nach Ihrem Befinden. Erreichen wir Sie nicht, reagieren wir sofort und schicken Ihnen unseren Bereitschaftsdienst oder eine Bezugsperson, um nach Ihrem Befinden zu schauen. Für diesen Service berechnen wir monatlich 14,00 €
Falldetektor
Der Falldetektor überwacht Personen mit Sturzgefährdung wie z.B. ältere oder gehbehinderte Menschen. Er erkennt Stürze und meldet diese automatisch. Alternativ dazu lässt sich der Falldetektor auch manuell auslösen.
Mit seiner hochentwickelten Sensorik ist der Falldetektor auch für Epileptiker geeignet und vermeidet gleichzeitig weitestgehend Fehlalarme. Er erkennt z.B. Treppensteigen, Hinsetzen und wenn Personen im Bett liegen.
Funk-Rauchmelder
Der optische Funk-Rauchmelder dient der Brandfrüherkennung. Er reagiert auf sichtbaren Rauch, der bei einem Brand in der Regel vor der Flammenbildung oder einem Temperaturanstieg auftritt. Er warnt seine Umgebung akustisch durch einen starken, durchdringenden Ton. Gleichzeitig meldet er die Gefahr drahtlos über Funk an Ihr Hausnotrufgerät, das den Alarm in der Notrufzentrale auslöst.
Funkbewegungsmelder
Der Funk-Bewegungsmelder wird innerhalb Ihrer Wohnung an einem Platz installiert, an dem Sie sich im Alltag besonders oft oder regelmäßig aufhalten. Immer dann, wenn der Melder eine Bewegung registriert, wird die Sicherheitsuhr Ihres Hausnotrufgerätes zurückgesetzt. Geschieht dies nicht, werden Sie von Ihrer Zentrale angerufen - und sollten wir Sie nicht erreichen, wird sofort Hilfe geschickt.
Intelligenter Funkfinger (Notrufknopf)
Der intelligente Funkfinger sieht wie der normale Notrufknopf aus und wird entweder wie eine Uhr oder als Kette getragen. Dieser Funksender überwacht autoamtisch, ob sie noch aktiv sind und übermittelt ein "OK-Signal" an die Basisstation und setzt damit die Sicherheitsuhr (Tagestaste) zurück. Geht dieses Signal nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums an der Basisstation ein, wird ein automatischer Notruf ausgelöst.
Funk-Kontaktmelder
Der Funk-Kontaktmelder dient zur Anschaltung von externen Kontakten - z.B. an der Fußmatte oder dem Türschloss - und überträgt je nach Einstellung Meldungen oder Alarme an Ihr Hausnotrufgerät. Von hier aus werden diese automatisch an die Notrufzentrale übermittelt. So sichern Sie neben Ihrer Person auch Ihre Wohnung oder Ihr Haus gegen unliebsame Überraschungen.
Weiteres Zubehör
Es gibt für verschiedene Bedürfnisse unterschiedliche Lösungen. Die hier aufgeführten Zubehörlösungen sind nur ein kleiner Ausschnitt an Möglichkeiten. Gern beraten wir Sie dazu entsprechend Ihrem Bedarf.








