Betreuungszüge (BtZ)

Auch der Betreuungsdienst ist ein Fachdienst des Katastrophenschutzes. Der Betreuungszug ist aus logistischen Gründen in sog. Betreuungszüge mit einer jeweils festgelegten Anzahl von Helfern und entsprechender Ausrüstung organisiert. Helfer mit Zusatzausbildungen übernehmen dabei Führungsaufgaben innerhalb der Einheit Betreuungszug.

Aufgaben der Betreuungszüge

Im Falle einer Großschadenslage übernimmt der Betreuungsdienst folgende Aufgaben: 

  • Herstellen von Infrastruktur (Strom, Licht, Wärme, Unterkünfte)
  • vorübergehende Unterbringung der betroffenen Menschen,
  • Verpflegung der Betroffenen und der Helfer,
  • psychische und soziale Betreuung,
  • Hilfe bei Evakuierungen,
  • bereitet Kalt- und Warmverpflegung zu.
     

Ein Betreuungszug besteht auf 25 Helferinnen und Helfern. Weitere 25 Helferinnen und Helfer müssen als Zweitbesetzung zur Verfügung stehen.
 

Teileinheiten eines Betreuungszugs

  1. Schnelleinsatzgruppe Betreuung: Diese SEG übernimmt mit der Gruppe Technik und Sicherheit und einem Unterkunftstrupp die Errichtung von Behandlungs- und Betreuungsplätzen und stellt die Infrastruktur bereit (Licht, Strom, Wärme).
  2. Schnelleinsatzgruppe Versorgung: Diese SEG kümmert sich um die Verpflegung von Betroffenen und Einsatzkräften. Sie betreibt im Einsatzfall auch die Betreuungsstelle. 

Fahrzeugausstattung

Der Betreuungszug verfügt über verschiedene Spezialfahrzeuge:

  • Einsatzleitwagen (ELW)
  • Gerätewagen Technik (GW-Technik)
  • Gerätewagen Betreuung (GW-Bet.)
  • Sonderanhänger Strom (60 KVA, SDAH)
  • Feldküche (FKH mit Kochmodulen)
  • Betreuungskombi (BT-Kombi)
     

Der 1. Betreuungszug in Kassel wird von der Betreuungs-Bereitschaft Kassel gestellt, der 1. Betreuungszug Kreis Kassel von den OV Zierenberg und Breuna, der 2. Betreuungszug Kreis Kassel von den Ortsvereinen Fuldatal, Niestetal, Schauenburg und Vellmar.

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