Amerikanische Retter zu Besuch in Kassel

Mittwoch, 23. Mai 2012

Rettungsdienst-Austausch zwischen USA und Deutschland

Seit langem tauschen Mitarbeiter des Kasseler Roten Kreuzes rettungsdienstliche Erfahrungen mit Kollegen aus dem US-Bundesstaat Virginia aus. Im jährlichen Wechsel hospitieren Mitarbeiter unserer DRK-Rettungsdienst Kassel gGmbH Kassel in den Rettungswachen der Virgina Association of Volunteer Rescue Squads (VAVRS, Virginas Vereinigung ehrenamtlicher Rettungswachen) im gesamten US-Bundesstaat Virgina. Dieses Jahr ist es wieder soweit: vom 17. Mai 2012 bis 03. Juni 2012 begrüßen wir fünf amerikanische Paramedics in Kassel.

Zur Begrüßung am Freitag, 18. Mai 2012 waren die amerikanischen Kollegen ins DRK-Haus eingeladen. Der Geschäftsführer, Holger Gerhold-Toepsch sowie die DRK-Schatzmeister, Heinrich Gross hießen Robert Trooccolo, Taneta Mc Caw, Bonnie Caplinger, Stephen Martone und Jane Laverne herzlich willkommen. DRK-Taschen und Jacken und ein Modell des Kasseler Himmelsstürmers wurden als Geschenke an die Gäste überreicht.

Zwei Wochen informieren sich die fünf Kollegen beim Deutschen Roten Kreuz darüber, wie das deutsche Rettungswesen funktioniert. Und auch in der Praxis mussten die amerikanischen Kollegen ihr Können unter Beweis stellen: Sie haben während des Kassel-Marathon am 20. Mai 2012 die Helfer des DRKs tatkräftig unterstützt. Zusätzlichen werden sie auf den Rettungswagen des DRK-Rettungsdienstes Kassel im normalen Dienstbetrieb Einsätze begleiten.

Die Ausbildung der amerikanischen Paramedics entspricht im Wesentlichen dem deutschen Ausbildungsstand. Allerdings verfügen die amerikanischen Kollegen über einen höheren Praxisanteil. Das liegt begründet in der Tatsache, dass sie die Notfallversorgung immer ohne Notarzt leisten müssen. Die Aufgaben, die in den USA von Paramedics geleistet werden, übernimmt in Deutschland eine Notärztin oder ein Notarzt.

Die Kollegen und Kolleginnen sind freiwillige Helfer, ohne die das amerikanische Rettungswesen nicht funktionieren würde. Etwa sechs bis zwölf Stunden pro Woche leisten sie notfallmedizinische Hilfe und das an sieben Tagen in der Woche. Für ihre Arbeit bekommen sie keinen Lohn.

Kontakt

Frau Gabriele Steiner
Telefon: 0561 72904-60