SEG DRK Rettungszug - Schnelleinsatzgruppe

Der Aufbau der Einheit und die spezielle Aufgabenzuteilung der einzelnen Teilkomponenten bringen die besondere Leistungsfähigkeit der Einheit mit sich.

Die SEG Rettungszug folgt im Grunde der Aufstellung eines Zuges. Die Verteilung der Aufgaben folgt hierbei jedoch nicht der Zuscheidung der Fachdienste, sondern den Erfordernissen für eine maximale Gesamtleistungsfähigkeit. Auch wenn die Ansätze inzwischen in die Gesetzgebung aufgenommen wurde und z.B. eine SEG Sanität und eine SEG Betreuung der jeweiligen KatS Komponenten inzwischen zusammen ausrücken sollen, ist dies bei uns schon seit Gründung der Fall. Zuletzt wurde im Jahr 2000 das KiD Team als besonders geschulte Betreuungshelfer integriert. Der Rettungszug hat folgende Gruppen:

Zugtrupp:

Der Zugtrupp führt den Zug und fährt in der Regel zur Einsatzstelle voraus, um dort die Lage zu sondieren und den Einsatz zu strukturieren. Bei Eintreffen des Zuges löst sich der Zugtrupp auf. Der Notarzt wird im Triagetrupp tätig und anschließend als Zugarzt in der Arztgruppe. Der Portier / Verwaltungshelfer übernimmt die Zugbefehlsstelle sowie die Dokumentation am Verbandplatzeingang.

Arztgruppe:

Die Arztgruppe stellt das Herzstück der Einheit dar. Es erfolgt eine Aufteilung in zwei Gruppen, die jeweils aus Assistent, Schocker und Monitor bestehen.

  • Einsatzbeginn: Zu Beginn des Einsatzes haben die Monitore die Aufgabe mit dem Gruppenführer das erste Zelt (Triage und Behandlung) aufzubauen sowie die medizinische Ausstattung einzurichten. Die weiteren Zelte werden durch die Gruppe Technik aufgebaut. Die restlichen Gruppenteile (zwei Rettungstrupps mit Assi + Schocker) übernehmen den vorgeschobenen Verbandplatz, der den Zweck hat, die eintreffenden Verletzten bei Aufbau des Verbandplatzes in ausreichender Entfernung zu halten. Der Arzt ist als Triagetrupp unterwegs.
  • Nach Verbandplatzfertigstellung: Die Trupps lösen den vorgeschobenen Verbandplatz auf. Ein Trupp (Assi+Schocker+Monitor) übernimmt mit dem Notarzt/Zugarzt das Triage und Behandlungszelt, der zweite Trupp betreut die weiteren Zelte und stellt die Versorgung der Patienten bis zum Abtransport sicher. Leichte Verletzungen (grüne Patienten) werden ebenfalls vom zweiten Trupp im Rahmen der Möglichkeiten versorgt.

Transportgruppe:

Die Transportgruppe besetzt freie Rettungsmittel bzw. die Zugeigenen 4-Tragen-KTWs bzw. den KatS-KTW-B. Sofern nicht ausschließlich Rettungsmittel zur Nachbesetzung angefordert sind, sind alle mitgeführten Rettungsmittel in den Zug integriert.

Am Einsatzort teilen sich folgende Aufgaben:

  • Triagetrupp: Der Gruppenführer mit dem Team KTW1 sowie dem Notarzt werden zum Triagetrupp und nehmen die Sichtung vor. Der KTW-2-Trupp fungiert als freier Rettungstrupp und kann eine Verletztenablage übernehmen.
  • Sobald dies abgeschlossen ist, nimmt der Notarzt die Arbeit am Verbandplatz auf. der Gruppenführer Transport übernimmt den Krankenwagenhalteplatz sowie die Ausgangsregistrierung. Die beiden KTW Besatzungen werden zu Rettungstrupps und können zu Fuß oder für einen Schuttel-Verkehr eingesetzt werden.

Aufgrund der langen Abwesenheiten werden die KTW-Trupps nur im äußersten Notfall bzw. nachdem sich die Lage auf der "Zulieferungsseite" des Verbandplatzes beruhigt hat als Transportmittel für den Transfer zum Krankenhaus eingesetzt. Bei Vollbesetzung des Verbandplatzes werden die Trupps zum internen Transfer und zur Versorgung + Betreuung in den Zelten benötigt! Ein eingewiesener SEG Helfer kann nur sehr schwer durch fremde Helfer ersetzt werden (z.B. nachrückende Rettungsdienstkräfte)!

Technik und Betreuung:

Die Gruppe Technik und Betreuung entspricht im Grunde der SEG Betreuung und teilt sich noch einmal in zwei Fachrichtungen auf:

  • Vier Helfer kümmern sich um jegliche Technik außerhalb des Triage und Behandlungszeltes (das erste Pressluftzelt), also Strom, Licht, Heizung sowie Zelte zwei und drei (je nach Erfordernis). Sie betreuen auch die Technik danach weiter. Freie Ressourcen unterstützen beim Patiententransport innerhalb des Verbandplatzes. => Fachdienstausbildung Technik und Sicherheit
  • Zwei Helfer kümmern sich ausschließlich um die Betreuung der unverletzten Betroffenen sowie sonstige psychosoziale Problemstellungen. Die Helfer kommen aus dem Kriseninterventionsdienst, der automatisch mitalarmiert wird und so mit wenigstens zwei Helfern am Einsatz teilnimmt. Je nach Erfordernis können auch Einsatzkräfte oder Angehörige betreut werden sowie fachliche Hilfe im Rahmen des Bedarfes angeboten werden. => Ausbildung Kriseninterventionshelfer

Für die aktive Einbringung ist es wichtig, dass die Helfer in den jeweiligen Fachdiensten auch aktiv tätig sind. So sind alle Sanitäter auch bei anderen Sanitätsdiensten aktiv, rettungsdienstlich ausgebildete Helfer wirken im Rahmen der Möglichkeit darüber hinaus im Rettungsdienst mit, Techniker sind im Betreuungsdienst aktiv und die Kriseninterventionsdiensthelfer sind in den Dienstplan des KiD-Kassel integriert. Somit sammeln alle Helfer Ihre auch Erfahrungen außerhalb des Einsatzgeschehens.

Kontakt

Herr Stephan Schild
Rotkreuzbeauftragter (RKB)
Herr Jochen Rühle
Kreisbereitschaftsleiter
Telefon: 0561 72904-0
Telefax: 0561 72904-49
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Kassel-Wolfhagen e.V.
Königstor 24
34117 Kassel
Telefon: 0561 72904-0
Telefax: 0561 72904-49